Mittwoch, 17. Oktober 2012

Rezension zu "Schwarz wie Schnee" von Jutta Wilke



Klappentext:

Ein Unfall, der alles verändert. Ein Name, den du nicht kennst. Eine Frau, die sagt, sie wäre deine Mutter. Ein Leben, das dir fremd ist.
Es war doch ein Unfall - oder?
(Quelle: Sauerländer Verlag)
Bildquelle:*klick*


Inhalt:Du wachst in einem Krankenhaus auf und vor dir sitzt eine Frau, die deine Mutter sein soll. Dein Name ist Kira. Du hattest einen Motorradunfall. Du kannst dich an nichts erinnern. Genau so geht es der jungen Kira, als sie plötzlich in der Klinik aufwacht. Sie erinnert sich an nichts aus ihrer Vergangenheit. Nicht einmal an ihren Namen und ihre "Mutter" kommt ihr überhaupt nicht bekannt vor. Die Ärzte sagen zu ihr, dass mit der Zeit ihre Erinnerungen zurückkommen, doch Kira erinnert sich an überhaupt nichts. Die Situation mit ihrer Mutter ist schrecklich und in ihrer Schule kann sie sich einfach nicht zurecht finden. Als sie dann auch noch 3000 Euro an einen gewissen Tarek aus ihrer Vergangenheit zahlen soll, ahnt Kira, dass hier ein Missverständnis vorherrscht. Ist sie überhaupt Kira?

Meine Meinung:
Schnell war ich von Frau Wilkes Schreibstil gefesselt. Das Buch beginnt mit dem Erwachen von Kira in der Klinik. Der Leser wacht quasi mit ihr zusammen auf und erlebt ihre Geschichte. Kira erinnert sich an nichts und muss darauf vertrauen, was ihr gesagt wird. Es ist schon etwas komisch einen Protagonisten sympathisch zu finden, der eigentlich kaum Gefühle hat und innerlich total kalt ist, doch Kira hat es mir von Anfang an angetan. Sie hat eine verletzliche Art an sich und rechnet nicht mit dem Bösen auf der Welt. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass Kira in der Vergangenheit wohl doch nicht so wirklich zu den "Guten" gehört hat. Sie hatten einen Drogendealer als Lover und dealte selbst auch. Sie ging nicht zur Schule und ihre Mutter hatte für sie keine Bedeutung.
Doch die Kira jetzt, backt gerne Kuchen und geht gerne in die Schule. Der Leser fragt sich natürlich sofort, was hier wohl nicht stimmt. Die Auslösung des Unfalls kommt jedoch erst zum Ende des Buches.
Dieser Jugendthriller liest sich wirklich in einem Zug. Er ist fesselnd und wirft anfangs sehr viele Fragen auf, die nicht alle auf einmal beantwortet werden, sondern Stück für Stück.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und das Buch lässt sich schnell lesen. Der Leser durch und durch gefesselt. Besonders gefallen hat mir, dass "Schwarz wie Schnee" keinerlei Nebenhandlungen nötig hatte um Spannung aufzubauen. Ich hatte das Gefühl, als würde die Spannung von alleine steigen.
Zu kritisieren bleibt mir nichts, denn ich fand das Buch wirklich gelungen.

Fazit:
Ein sehr temporeicher Thriller mit einer verletzlichen Protagonistin. Bis zum Schluss herrscht Spannung und der Leser weiß nicht, was es mit dem Unfall wirklich auf sich hatte. Auch Gefühle kommen nicht zu kurz und so entwickelt sich zwischen der Protagonistin Kira und Julian, einer sympathischen Figur aus dem Buch, eine Liebesgeschichte.
Vier Körbe voller Erdbeeren würde ich für dieses Buch pflücken!

       

Kommentare:

  1. Huhu!

    Eine tolle Rezension. Ich habe bereits ein Buch von Jutta Wilke gelesen und mochte wie du ihren Schreibstil sehr gerne. Das Buch hatte leider das Manko, dass ich von Anfang an wusste, wer der "böse" war, aber trotzdem hat es mir sehr gut gefallen.
    Auch dieses neue/alte (?) Buch von ihr klingt klasse. Darauf hätte ich jetzt Lust - willkommen auf meiner Wunschliste, Buch. :-)

    Viele Grüße
    Miyann

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    1. Danke für deinen Kommentar. :) Meinst du das Buch "Wie ein Flügelschlag"? Fas hab ich auch schon gelesen undich fand es sogar noch besser als "Schwarz wie Schnee". Es hat den Platz auf deiner WL auf jeden Fall verdient. ;)
      Liebe Grüße,
      Venu

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